Allgemeine Informationen zu Reissirup

Reissirup wird aus gemahlenem und gekochtem Reis hergestellt. Diesen versetzt man mit speziellen Enzymen, welche die vorhandene Stärke in Zucker umwandeln (Fermentation). Das entstandene Produkt wird filtriert und die abtropfende Flüssigkeit zu Sirup eingekocht. Reissirup* besteht vorwiegend aus Mehrfachzuckern, davon vor allem Maltose. Fructose ist dagegen, anders als bei vielen natürlichen Zuckeralternativen, überhaupt nicht vorhanden. Die Konsistenz des Sirups erinnert an Honig, die goldgelbe bis leicht bräunliche Farbe ebenfalls. Als Alternative zu Reissirup in flüssiger Form wird kristalline Reissüße angeboten. Hierfür wird der Sirup getrocket.

Reiskörner liegen auf einem Tisch

Der Geschmack von Reissirup ist leicht nussig bis karamellartig, im Vergleich zu anderen Zuckeralternativen grundsätzlich recht neutral. Wer mit ihm backen möchte, muss beim Rezept eine etwas geringere Flüssigkeitsmenge einplanen. Mineralstoffe sind in kleinen Mengen vorhanden, in der Praxis spielt das aber keine Rolle. Nach dem Anbrechen muss man den Sirup im Kühlschrank lagern, hier hält er ein paar Wochen bis wenige Monate.

Der VergleichReissirupHaushaltszucker
Kalorien pro 100g320 kcal400 kcal
Süßkraft~0,51,0
Geschmack
leicht nussig bis karamellartigneutral
Formflüssigkristallin
Haltbarkeit (angebrochen)gekühlt Wochen bis Monateunbegrenzt
zahnfreundlichneinnein
Preis pro kg in Euro (ab circa)
10 Euro0,50 Euro
Preis in Relation zur Süßkraft
40-fach 1-fach

Die Vorteile:

Der größte Vorteil von Reissirup* liegt in seiner Zusammensetzung. Wie bereits erwähnt ist keinerlei Fructose vorhanden. Das macht den Sirup vor allem für Personen mit Fructose-Intoleranz interessant. Des Weiteren belastet er mangels Fructose nicht die Leber. Für Allergiker und Veganer ist die Zuckeralternative ebenfalls geeignet.

Reissirup in einem Schälchen

Die Nachteile:

Reissirup hat mit 320 kcal pro 100g zwar rund 20 Prozent weniger Kalorien als Haushaltszucker, die Süßkraft liegt aber – abhängig vom Produkt – nur bei etwa 50 bis 66 Prozent. Wer in puncto Süße keine Abstriche machen will, muss daher deutlich mehr Sirup als Zucker verwenden. Das sorgt für eine deutlich höhere Kalorienzahl. Der höhere Konsum und die Konsistenz wirken sich zudem negativ auf die Zähne aus. Wie alle Sirupe ist Reissirup nach dem Anbrechen im Kühlschrank zu lagern und weniger lange haltbar als kristalline Zuckeralternativen. Reissüße hält im Vergleich zum Sirup deutlich länger.

Unser Fazit: Ist Reissirup ein guter Zuckerersatz?

Reissirup* bietet sich wegen der nicht vorhandenen Fructose  als Zuckeralternative für alle Personen mit Fructose-Intoleranz oder Allergiker an. Kalorien kann man allerdings keine einsparen und auch die Zähne werden nicht geschont. Sein recht neutraler Geschmack kann beim Süßen von Vorteil sein. Unter dem Strich bleibt festzuhalten: Reissirup kann eine Alternative darstellen, das gilt aber nicht uneingeschränkt und auch nicht für jeden.

Geeignet zum:

  • Süßen von Getränken
  • Kochen
  • Backen (Konsistenz des Teiges beachten)
  • zum Herstellen von Marmeladen